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Am 26. Mai war eine Konferenz mit Percy Schmeiser - Kanadischer GMO-Gegner

Greenpeace und Partner luden zur Konferenz mit Percy Schmeiser ein. Percy Schmeiser ist Alternativ-Nobelpreis-Träger, Landwirt und GMO-Gegner. Die Konferenz fand am Mittwoch, den 26. Mai um 20 Uhr im großen Saal der Ackerbauschule, Ettelbruck statt. Eine deutsche Übersetzung wurde angeboten.

Einladung

Im Vorfeld der Konferenz fand die Pressekonferenz mit Percy Schmeiser im OIKOPOLIS statt. Mit dabei waren Maurice Losch von Greenpeace, Raymond Aendekerk von BioLABEL und Julie Smit von der ASTM. Zu diesem Anlaß beschrieb Schmeiser seine schwierige Biographie. Aus seinen Erfahrungen begründete er seine Vorgehensweise; Denn wenn er vor fünfzehn Jahren die Folgen einer Aussaat von GVO gewusst hätte, hätten GMO auch in Kanada keine Chance gehabt. Mit dieser Aussage hatte sich Percy Schmeiser vorgenommen, die luxemburgischen Bauern beim Vortrag in der Ackerbauschule zu konfrontieren. Im OIKOPOLIS ist Percy Schmeiser schon mehrmals aufgetreten.

Die Konferenz in der Ackerbauschule wurde organisiert von der Initiative «Luxembourg sans OGM» und der Ackerbauschule Ettelbruck.

Die 29 Organisationen der Initiative «Luxembourg sans OGM»: Aide à l’Enfance de l’Inde, Association Solidarité Luxembourg Nicaragua, ASTM, Attac Luxembourg, Bauerenallianz, bioLABEL Lëtzebuerg, BIONA, Caritas Luxembourg, Demeter Bond Lëtzebuerg, Église Catholique à Luxembourg, Ëmweltberodung Lëtzebuerg asbl. (EBL), FCPT – SYPROLUX, FNCTTFEL – Landesverband, Fondation Hëllef fir d’Natur, Frères des Hommes, GREENPEACE Luxembourg, Haus vun der Natur, Initiativ Liewensufank, LCGB, Lëtzebuerger Natur- a Vulleschutzliga, Lëtzebuerger Landesverband fir Beienzuucht, Life asbl., Mouvement Écologique, OGBL, Slow Food Lëtzebuerg, SOS Faim Luxembourg, Stroossekanner Sao Paulo a.s.b.l., TransFair – Minka a.s.b.l., Union Luxembourgeoise des Consommateurs (ULC).

Percy Schmeiser
Die Geschichte vom kanadischen Rapsbauern, Percy Schmeiser, veranschaulicht gut die verzweifelte Situation in die der Multinational Monsanto und ihre GVO die Landwirte weltweit bringt. Vor rund 40 Jahren spezialisierte Schmeiser sich auf die Zucht von Raps und entwickelte Sorten, die speziell an die regionalen Bedingungen angepasst waren. Im Jahr 1997 fand Schmeiser erstmalig die gentechnisch veränderten „Roundup-Ready“-Rapspflanzen des Agrochemie-Konzerns Monsanto auf seinem Land. Er behauptete, die Samen müssten durch den Wind dorthin gelangt sein. Im Folgejahr säte er daraus gewonnenes Saatgut auf einer Fläche von rund 400 ha aus, jedoch ohne diese Fläche mit Roundup zu behandeln, worauf er vom Herstellerkonzern wegen Patentverletzung verklagt wurde. Diese Klage war mit einer Forderung von 200.000 Dollar verbunden. Erst die 2004 gefallene höchstrichterliche Entscheidung erlegte dem Landwirt keine Lizenzzahlungen und keinen Strafschadensersatz auf, da er nicht von den besonderen Eigenschaften der Roundup-resistenten Rapssorte profitiert hatte. Während dieser Zeit des Rechtsstreits wurde Schmeiser zunehmend bekannt als Symbolfigur im Kampf unabhängiger Landwirte um ihre Rechte gegen den „gezwungenen“ Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Inzwischen warnt Schmeiser weltweit eindringlich vor dem Einsatz von genmanipulierten Pflanzen in der Landwirtschaft. Im Oktober 2000 wurde Schmeiser für seinen Einsatz mit dem Mahatma Gandhi Award geehrt, 2007 wurde dem Ehepaar Percy und Louise Schmeiser der „Alternative Nobelpreis“ verliehen.